Ein Magen- (Ulcus ventriculi) oder Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) ist ein Defekt in der Schleimhaut des Magens oder des Zwölffingerdarms.
Wie kommt es zur Entstehung eines Geschwürs (Ulcus)?Für die meisten Magen- und Zwöffingerdarmgeschwüre ist eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori verantwortlich. Schmerzmittel, die Acetylsalicylsäure oder schmerzstillende Rheumamittel enthalten, sind die zweithäufigste Ursache für Magen- und Zwöffingerdarmeschwüre. In seltenen Fällen kann Magenkrebs die Ursache eines bösartigen Magengeschwürs sein.
Welche Beschwerden treten beim Magengeschwür auf?Bohrende, stechende und schneidende Schmerzen im Oberbauch, die beim Magengeschwür
( Ulcus ventriculi ) häufig nach Nahrungsaufnahme verstärkt einsetzen.
Im Falle eines blutenden Geschwürs kann schwarzer Stuhl zusammen mit Schmerzen im Oberbauch auftreten.
Wie stellt Ihr Arzt die Diagnose Magengeschwür?Die Diagnose wird mit Hilfe einer Magenspiegelung (
Gastroskopie) gestellt. Die Magenspiegelung stellt die eindeutig zu bevorzugende Methode dar, da neben der Begutachtung der Schleimhaut des Magens und des Zwölffingerdarms auch Gewebeproben entnommen werden können (Ausschluss eines bösartigen Geschwürs). Im Falle eines blutenden Geschwürs kann eine Blutstillung durchgeführt werden.
Wie sieht die Behandlung eines Magengeschwürs aus?Falls Bakterien (Helicobacter pylori)die Ursache sind, werden Protonenpumpenhemmer, Medikamente welche die Säureproduktion blockieren, in Kombination mit zwei verschiedenen Antibiotika über eine Woche verabreicht. Liegt keine bakterielle Infektion vor, werden nur Protonenpumpenhemmer verschrieben.