Dr. Martin Scharf - Facharzt für innere Medizin, Gastroenterologie und Hepatologie

Laktoseintoleranz

(Milchzuckerunverträglichkeit)


Was ist eine Laktoseintoleranz ?
Patienten mit einer Laktoseintoleranz können Milchzucker (= Laktose) nicht vollständig verdauen. Milchzucker findet sich in Milch oder milchhaltigen Produkten und wird normalerweise im Dünndarm in seine Einzelbestandteile zersetzt.
Das verantwortliche Enzym für die Zersetzung heißt Laktase und ist bei Bestehen einer Laktoseintoleranz entweder überhaupt nicht oder vermindert vorhanden.
Je nach dem Ausmaß des Mangels an Laktase, erreicht eine unterschiedliche Menge Milchzucker den anschließenden Dickdarm, dessen Bakterien den Milchzucker abbauen. Als Abbauprodukte entstehen große Mengen an Gasen und organischen Fettsäuren.
 
Welche Beschwerden treten bei einer Laktoseintoleranz auf ?
Je nach Ausmaß des Laktasemangels können nach Konsum laktosehaltiger Speisen Durchfall, Bauchschmerz, Krämpfe, Völlegefühl oder Blähungen auftreten.
 
Welche Untersuchungsmethoden gibt es?
Bei dem Atemtest wird ein Anstieg des Wasserstoffgehaltes in der Atemluft gemessen, der als Folge der unvollständigen Milchzuckerverdauung entsteht. Es wird auf nüchternen Magen zunächst eine kleine Menge Milchzucker verabreicht, anschließend werden jede halbe  Stunde vier Atemproben entnommen. Eine Darmspiegelung (Koloskopie) zum Ausschluss einer möglichen entzündlichen Darmerkrankung oder Tumorerkrankung sollte erwogen werden.

Wie wird die Laktoseintoleranz behandelt ?
Vermeiden oder Reduktion von Laktose und laktosehältigen Produkten je nach Beschwerdegrad. Alternativ kann das fehlende/verminderte Enzym Laktase vor jeder laktosehältigen Mahlzeit in Kapselform eingenommen werden.

Termine für den Atemtest Laktose und/oder Fructose können Sie telefonisch unter 01/5854000 vereinbaren. Vor dem Atemtest sollte eine Diät eingehalten werden (Download Vorbereitung Atemtest).