Hepatitis C
Hepatitis C ist eine Entzündung der Leber aufgrund einer Infektion mit dem Hepatitis C Virus (HCV). Im deutschsprachigen Raum sind etwa 0,4 bis 1 Prozent der Bevölkerung mit dem Hepatitis C Virus infiziert.
Wie wird das Hepatitis C Virus übertragen?
Die Ansteckung mit dem Hepatitis-C-Virus erfolgt durch den Kontakt mit infiziertem Blut und Blutprodukten. Das Risiko einer Übertragung durch Geschlechtsverkehr ist hingegen sehr gering. Bei etwa 40 Prozent der Patienten kann nicht herausgefunden werden, wie die Infektion erfolgte.
Symptome der Hepatitis C
In der Mehrzahl der Fälle (80%) bleibt die Hepatitis C ohne frühzeitige Symptome bzw. sind die Beschwerden so gering, dass kein Arzt aufgesucht wird. Falls doch Beschwerden auftreten, verläuft die Erkrankung in zwei Phasen.
Akute Hepatitis C: im ersten Stadium beginnen die Beschwerden ähnlich wie bei einer Grippe mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit , Appetitlosigkeit, Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel Übelkeit, eventuell Durchfall, Muskel- und Gelenkschmerzen, leichtes Fieber und Druck im rechten Oberbauch
Etwa 30 Prozent zeigen in der nächsten Krankheitsphase weitere Symptome einer Leberentzündung: Gelbfärbung von Haut, Schleimhäuten und Skleren (Gelbsucht/Ikterus), Entfärbung des Stuhls, Dunkelfärbung des Urins, Juckreiz, Druckschmerzen im rechten Oberbauch
Durch eine Therapie mit Interferon-alpha kommt es in über 90% der Fälle zu einer Ausheilung, wenn in diesem frühen Stadium behandelt wird.
Chronische Hepatitis C: Leberentzündungen werden als chronisch bezeichnet, wenn sie nach sechs Monaten noch nicht ausgeheilt sind. Bei ca. 60-80% der Hepatitis C Infizierten nimmt die Krankheit diesen chronischen Verlauf. Beschwerden sind selten und meist uncharakteristisch: Müdigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen, Appetitlosigkeit und Oberbauchbeschwerden. Bei 20% der Patienten entwickelt sich innerhalb von 20 Jahren eine Leberzirrhose.
Wie erfolgt die Diagnose der Hepatitis C ?
Die Diagnose erfolgt durch den Nachweis der Virus-Bestandteile (HCV-PCR) und durch den Nachweis von Antikörpern gegen das Hepatitis-C-Virus im Blut. Gewebeproben der Leber liefern Hinweise auf das Ausmaß der Krankheit(entzündliche Aktivität und Fibrosegrad).
Wie wird Hepatitis C behandelt?
Chronische Hepatitis C wird mit einer Kombinationstherapie bestehend aus Interferon alpha und Nukleosidanaloga (Ribavarin) behandelt. Die Behandlung wird je nach Virustyp zwischen sechs Monaten und einem Jahr durchgeführt.
Jede unklare, auch nur geringfügige Erhöhung der Leberwerte, sollte beim Spezialisten weiter abgeklärt werden um eine mögliche chronische Lebererkrankung rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.