Dr. Martin Scharf - Facharzt für innere Medizin, Gastroenterologie und Hepatologie

Erhöhte Leberwerte



Zu den Leberwerten zählen die alkalische Phosphatase, GOT (Glutamat-Oxalacetat-Transaminase), GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase) und GGT (Gamma-Glutamyl-Transferase).
Je nachdem, ob bevorzugt die alkalische Phosphatase und GGT oder die GOT und GPT erhöht sind, wird eine cholestatische Verschlusskonstellation und eine entzündliche (hepatitische) Befundkonstellation unterschieden.

Ursachen erhöhter Leberwerte
Erhöhte Leberwerte können durch Infektionen, Stoffwechsel- und, immunologische Erkrankungen, medikamentös/toxisch sowie durch Steinleiden oder Tumore entstehen.
Infektiöse Ursachen können harmlose Begleitinfekte oder durch leberspezifische Erkrankungen wie Hepatitis A, Hepatitis B, Hepatitis C verursacht sein.
Zu den Stoffwechselerkrankungen zählen vor allem Übergewicht/metabolisches Syndrom/Diabetes mellitus; seltenere Ursachen sind Hämochromatose und Morbus Wilson.
Immunologische Erkrankungen sind die autoimmune Hepatitis, primär biliäre Zirrhose
und primär sklerosierende Cholangitis.
Eine häufige toxische Ursache erhöhter Leberwerte ist Alkoholkonsum.
Medikamente können sowohl cholestatische- als auch hepatitische Befundkonstellationen verursachen. Gallensteine können durch Einklemmung im Gallengang Verschluss-konstellationen verursachen, ebenso Tumore der Gallenwege/Gallenblase, der Leber und Bauchspeicheldrüse.

Wie erfolgt die Abklärung erhöhter Leberwerte?
Grundlage der Diagnostik ist die ausführliche Anamnese, gezielte Laboruntersuchungen und Ultraschall des Oberbauches.
Das weitere diagnostische Vorgehen richtet sich nach den jeweiligen Befunden.

Jede unklare, auch nur geringfügige  Erhöhung der Leberwerte, sollte beim Spezialisten weiter abgeklärt werden um eine mögliche chronische Lebererkrankung rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

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