Dr. Martin Scharf - Facharzt für innere Medizin, Gastroenterologie und Hepatologie

Analfissur



Die Analfissur ist ein Einriss der Schleimhaut am Übergang zum Afterkanal. Neu aufgetreten spricht man von akuter Analfissur. Besteht der Riss über Wochen und Monate verhärtet er sich durch Bildung von Narbengewebe und wird dann chronische Analfissur genannt.

Welche Beschwerden macht eine Analfissur?
Der Beginn ist meist plötzlich und mit starken Schmerzen, vor allem beim Stuhlgang, und mit mehr oder weniger starken Blutungen verbunden. Im chronischen Stadium sind die Schmerzen manchmal geringer bei jedoch anhaltender Blutungshäufigkeit. Oft besteht auch eine schmerzbedingte Verstopfung und Juckreiz.

Wie entsteht eine Analfissur?
Auslöser ist meist harter Stuhl, bei dem stark gepresst werden muss, wodurch eine kleine Wunde entsteht. Durch den Wundschmerz verkrampft sich der Schließmuskel. Noch stärkeres Pressen ist daher notwendig. Die Wunde wird bei jeder Stuhlentleerung erneut geöffnet, kann daher nicht heilen sondern und wird chronisch. Verschiedene Zustände begünstigen das Entstehen von Analfissuren: Schließmuskelenge, Verstopfung, entzüdliche Darmerkrankungen.

Wie wird eine Analfissur behandelt?
Behandlung der Stuhlkonsistenz: weicher Stuhl,  kann leichter entleert werden, verringert die Schmerzen und ermöglicht die Wundheilung. 
Lockerung des Schließmuskels: schmerzhemmende Salben lösen die Verkrampfung des Schließmuskels, der zusätzlich mit dem Finger oder Analkegeln aufgedehnt werden kann.
Die Operation wird meist nur im chronischen Stadium angewandt, bei der das Narbengewebe entfernt wird und eventuell zur Lockerung einige Schließmuskelfasern durchtrennt werden.